Im Laufe der Zeit hat sich das Stadtbild von Dresden weiterentwickelt, seine alte Schönheit wiedererlangt und gleichzeitig neue Identität dazugewonnen. Neben Rekonstruktionen der historischen Gebäude finden sich in Dresden unzählige Bauten des vergangenen sowie unseres Jahrhunderts, deren besondere Architektur mehr Beachtung verdient.

Centrum Galerie

Modernes Einkaufserlebnis mit alter Fassade

Die Prager Straße zählt zu einem der wichtigsten Beiträge der DDR-Moderne. Die Plattenbauweise der Gebäude entlang der Einkaufsstraße lebt dabei von der Spannung zwischen Enge und Weite. Die besondere Architektur des Rundkinos und die kraftvolle Fassade des ehemaligen Centrum Warenhauses ziehen dabei die Aufmerksamkeit auf sich.

Bei der Entwurfsidee des Dresdner Architekten Peter Kulka wurden die markanten Aluminiumwaben der ursprünglichen Fassade von 1978 aufgegriffen und für den 2007 begonnenen Neubau der Centrum Galerie rekonstruiert. Der imposante, konzentrierte Innenraum agiert als Mitte des Einkaufszentrums – stark genug, um nicht unter der optischen Last großer Werbeplakate zusammenzubrechen.

Kraftwerk Mitte

Neuer Kulturstandort mitten im Zentrum

Ende 2016 baute die Stadt Dresden einen Teil des ehemaligen Industriegeländes im Zentrum der Stadt zu einem neuen Kultur-Quartier um. Für die Dresdner Operette und das Theater der Jungen Generation (TJG) wird nun das ehemalige Maschinenhaus genutzt. Das 1890 erbaute Gebäude spiegelt eine spannende Mischung aus alter Industriekultur und modernen Einbauten wieder, in das sich nun Foyer, Gastronomiebereich, Garderoben und offene gläserne Büros einfügen.

Die Außenfassade besteht aus rechtwinkligen Kuben aus Backstein und Stahl. Damit erinnert der Neubau an die Tradition, wird durch völlig andere Fensteröffnungen und Glaskuben neu interpretiert.

SLUB – Sächsische Landes- und Universitätsbibliothek

Eine Huldigung an den Vernunftsrationalismus

Der strenge Bau strahlt vorrangig Rationalität und Dominanz abstrakter Moderne aus. Lediglich zwei Natursteinquader ragen als klare Kuben aus den Rasenflächen heraus und deuten an, was sich hinter der gefängnisartigen Fassade verbirgt.

Kalte Geometrie im Äußeren, im Inneren dagegen erreichen die Architekten mit interessanten Materialien wie unverputztem Beton zählt eine gewisse Wärme und Gemütlichkeit.

© SLUB Dresden / Henrik Ahlers

© Deutsches Hygiene-Museum / Oliver Killig

Deutsches Hygiene-Museum

Streben nach Höhe

Das Gebäude des Deutschen Hygiene Museums zählt zu den bemerkenswerten Leistungen der 1920er Jahre. Es zeichnet sich außen wie innen durch eine strenge, funktionale Architektur, aber auch durch eine gewisse kühle Schönheit aus. Seine Monumentalität erhält der Bau durch den kubischen Mittelbau, der von einer Glasfront mit vier eindrucksvollen Pfeilern beherrscht wird.

Die beinahe demonstrative Zurückhaltung in Farbe und Materialität widerspricht dem eigentlich monumentalem Charakter. Vermutungen bezeichnen den Konflikt im Gebäude als ein Schlaglicht auf die Situation Deutschlands im Jahr 1930 innerhalb Europas und der Welt.

art’otel

Mehr Kunst als Architektur

Mit dem art’otel unternahmen die Architekten Jan, Roosje und Rolf Rave den Versuch moderne Kunst mit zeitgenössischer Architektur zu verbinden. Das 1996 fertiggestellte Gebäude vereint Hotel, Gastronomie und Büro, verschiedene Geschäfte und eine Ausstellungshalle für zeitgenössische Kunst unter einem Dach.

Das Hotel ist durch die Einrichtung des bedeutenden Mailänder Designers Denis Santacheriaras und die Kunstwerke eines der bekanntesten Gegenwartskünstler – A. R. Pencks geprägt. Der Dresdner entwarf außerdem die 6,5 Meter hohe Bronzefigur auf dem Dach des Gebäudes.

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