Schönes Licht muss geplant sein

Wir können es einfach nicht oft genug sagen. Licht ist von enormer Bedeutung für unser Wohlbefinden, unsere Stimmung, die Atmosphäre in unserer Umgebung, für die Entlastung unserer Augen. Und trotzdem wird Licht oft unterschätzt. Dabei ist die richtige Beleuchtung gar nicht so einfach. Ein Lichtkonzept sollte gut durchdacht und geplant sein: Damit eine stimmungsvolle Beleuchtung überhaupt stattfinden kann, müssen die richtigen Leuchtmittel her. Dabei gibt es verschiedene Faktoren für verschiedene Räume und Funktionen, die eine Lichtquelle erfüllen soll, denn je nach Kontrast, Lichtfarbe oder Helligkeit entfaltet Licht eine vollkommen andere Wirkung.

Um eine angenehme Atmosphäre zu erschaffen, sollte das Beleuchtungskonzept so gestaltet sein, dass sich die einzelnen Lichtquellen gegenseitig unterstützen. Damit sich die Leuchten nicht im Weg stehen, gilt die Faustregel: Drei bis fünf verschiedene Lichtquellen können in einem Raum verbaut werden, ohne für Unruhe zu sorgen. Dabei unterscheiden wir zwischen einem Raum-, einem Akzent- und einem Stimmungslicht. Während das Raumlicht als Grundbeleuchtung fungiert, um das Zimmer vollständig auszuleuchten, spendet das Akzentlicht fokussiertes Licht. Das Stimmungslicht verleiht dem Raum mehr Tiefe und rundet die Beleuchtung ab. Ein gezieltes Spiel aus kontrastarmer und kontrastreicher Beleuchtung sorgt für zusätzliche Spannung.

Mehr als eine Lichtquelle für die richtige Stimmung

Die passende Beleuchtung für jeden Raum

Wie Sie sehen, ist die Planung der richtigen Beleuchtung also alles andere als ein Kinderspiel und verlangt gut durchdachte Entscheidungen. In diesem Beitrag erfahren Sie deshalb, was eine gute Beleuchtungsstrategie ausmacht und wie Sie die richtige Leuchte für jeden Raum finden.

1 Wohnzimmer

Im Wohnzimmer bietet es sich an, ein Spiel aus Licht und Schatten zu gestalten. Verschiedene Lichtquellen spenden dabei eine angenehme Helligkeit. Neben einer großen Deckenbeleuchtung sorgen kleinere flexible Lichtquellen mit warmen Licht für das richtige Maß an Gemütlichkeit. Ein Wechsel aus direkter und indirekter Beleuchtung unterstützt das Raumkonzept und lädt zusätzlich zum Wohlfühlen ein. Über einem Sideboard oder einer Kommode eignet sich eine schlichte Pendelleuchte, die nicht aufdringlich wirkt, aber gleichzeitig einen modernen Akzent im Raum setzt. Stehleuchten lockern einen Raum ebenfalls auf und sorgen weiterhin für gezielte Lichtpunkte. Elegante Stehleuchten eignen sich besonders für großzügige Räume, da sich die Leuchte so voll und ganz entfalten kann. Nach unten geöffnete Leuchten bieten weiterhin ein punktuelles Leselicht, das die Augen schont, ohne grell zu scheinen.

Mal ehrlich, Pasta und Wein wirken unter einem Scheinwerfer nur halb so gut. Deswegen sollte der Fokus im Esszimmer auf gleichmäßiges Licht mit einer angenehmen Helligkeit gelegt werden. Dafür bieten sich besonders moderne Hänge- oder Pendelleuchten an, die den Raum zusätzlich beleben. Ein nicht selten auftretendes Problem im Esszimmer: Häufig sind die Leuchten zu hoch oder zu niedrig montiert, was ein unangenehmes Blenden oder das ständige Stoßen des Kopfes zur Folge hat. Um das zu vermeiden, sollten Sie Ihre Esszimmerleuchte also 60 bis maximal 70 cm über dem Tisch anbringen. Damit ergibt sich ein angenehmes und blendfreies Licht, das auch große Menschen nicht stören wird. Bei großen Glastischen greifen Sie bestenfalls auf indirektes Licht zurück, um unschöne Reflexblendungen zu verhindern. Neben dem alltäglichen Abendmahl im Kreise der Familie erfüllt der Essbereich außerdem eine Menge an zusätzlichen Funktionen. So dient er ab und an als Ersatz für den Schreibtisch, als Platz zum Hausaufgaben machen oder für das morgendliche Lesen der Zeitung. Um möglichst alle Aktivitäten am Tisch abzudecken, sollten Sie darauf achten, dass die Leuchte dimmbar, höhenverstellbar oder individuell steuerbar und mit einem LED-Leuchtmittel ausgestattet ist, das warmweißes Licht zum Entspannen, Arbeiten und Genießen bietet.

2 Esszimmer

3 Küche

Die Küche ist in den meisten Fällen das Herzstück einer Wohnung. Morgens starten Sie dort mit einem Kaffee in den Tag, am Abend tauschen Sie sich beim gemeinsamen Kochen mit der Familie über die Höhepunkte des Tages aus. Für ein möglichst effektives und dennoch stimmungsvolles Beleuchtungskonzept sollten Sie daher grundsätzlich mit indirekten Lichtquellen arbeiten. Ein helles Arbeitslicht ermöglicht die optimale Ausleuchtung der Arbeitsfläche: Fest installierte LED-Lichtquellen – am Besten in Form einer Unterbauleuchte – sorgen dabei für ein warmweißes und klares Licht beim Kochen, das besonders am Abend unverzichtbar ist. Aber auch in der Küche dürfen Sie neben dem Raumlicht für zusätzliche Akzente sorgen. Befindet sich ein Essbereich im Raum, bietet es sich zum Beispiel an, mit einer weiteren möglichst warmen Lichtquelle zu spielen. Auch wichtig: Leuchten mit abwaschbaren Oberflächen sorgen dafür, dass unangenehmer Fettdampf keine Chance hat.

Die richtige Helligkeit fördert die menschliche Leistungsfähigkeit und Konzentration. Um das Auge aber nicht zu sehr zu beanspruchen, gilt es, die Finger von sehr grellen Lichtquellen zu lassen. Im Arbeitszimmer sollten Sie also ein gutes Mittelmaß finden, damit Sie sich zwar möglichst lange konzentrieren, aber auch ab und an mit einer Tasse Tee für ein paar Minuten zurücklehnen können. Um unangenehme Schatten im Arbeitsbereich zu vermeiden, greifen Sie besser auf blendfreies Licht zurück. Für die richtige Lichtfarbe orientieren Sie sich am Tageslicht, damit sich das Auge besser an das Licht gewöhnen kann und auch langes Hinsehen ohne Probleme möglich ist. Damit steht einer langen Nachtschicht am Schreibtisch nichts mehr im Weg (– außer vielleicht die fehlende Motivation und der verlockende Anblick des Sofas).

4 Arbeitszimmer

5 Schlafzimmer

Wie der Name schon verrät, geht es im heimischen Schlafzimmer in erster Linie darum, sich nach einem anstrengenden Arbeitstag mit dem notwendigen Schönheitsschlaf zu belohnen. Trotzdem kommen wir auch hier nicht um ein wenig Licht herum. Denn eine helle aber dennoch stimmungsvolle Allgemeinbeleuchtung erleichtert nicht nur das Beziehen der Bettwäsche, sondern auch die Suche nach dem schwarzen Sakko oder der Lieblingsjeans in den Tiefen des Kleiderschranks ungemein. Für die Extraportion Gemütlichkeit, auf die Sie besonders im Schlafzimmer nicht verzichten sollten, lösen dimmbare Lichtleisten, eine hinterleuchtete Decke oder Wandleuchten die zentrale Lichtquelle in der Mitte des Raumes ab. Auf dem Nachttisch dienen Tischleuchten für die ausreichende Hintergrundbeleuchtung für längere Fernsehabende im Bett, während eine gute Leseleuchte für punktuelles Leselicht sorgt. Auch Schränke mit Innenbeleuchtung oder Unterbauleuchten haben sich in der Praxis bewährt und sind demnach eine Überlegung wert.

Der Flur wird oft als Durchgangsraum vernachlässigt. Dabei ist der Eingangsbereich umso wichtiger für ein Haus oder eine Wohnung. So dient der Raum als Empfangsbereich für die eigenen Familienmitglieder und alle Gäste, die den eigenen vier Wänden einen Besuch abstatten wollen. Das ist auch der Grund, warum Sie einer angenehmen und freundlichen Atmosphäre im Flur eine besondere Bedeutung zuschreiben sollten. Doch Helligkeit allein reicht dabei nicht aus: Das Spiel zwischen Licht und Schatten bildet auch hier die Grundlage für die richtige Atmosphäre. Ein gezieltes Setzen von Lichtakzenten durch eine Wand- oder Stehleuchte ergänzt die helle und möglichst dimmbare Deckenbeleuchtung. Eine moderne Stehleuchte setzt so zum Beispiel ein optisches Statement und wertet den Raum zusätzlich auf. Und um nachts nicht an irgendeiner Ecke im Raum hängen zu bleiben, wirken Bewegungsmelder Wunder.

6 Flur

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