Und Edison sprach: Es werde Licht

Seit fast 140 Jahren schrauben wir Glühbirnen in unsere Leuchten  – und sorgen damit überall auf der Welt für Helligkeit. Obwohl die elektrische Glühlampe damit fest in unsere alltäglichen Gewohnheiten eingebunden ist, fällt sie doch immer häufiger in die Rubrik der unterschätzten Gegenstände des Alltags. Zu Unrecht, finden wir und widmen der so genialen wie unabdingbaren Erfindung unseren heutigen Fact Friday. Also Vorhang auf…

Der Erfinder der elektrischen Glühbirne

Die Antwort auf die Frage, wer eigentlich hinter der so brillanten und mittlerweile doch so alltäglich gewordenen Erfindung steckt, ist schnell gefunden: Tippt man bei Google den Begriff “Glühbirne” ein, taucht unumgänglich der Name „Edison“ auf. Und tatsächlich stellte der Amerikaner Thomas Alva Edison am 21. Oktober 1879 die erste Kohlefadenlampe her, die über mehrere Tage hinweg brannte – bis dahin war eine derartige Leuchtdauer von über 40 Stunden undenkbar. Das Prinzip Edison’s: Fließt elektrischer Strom durch einen Draht, entsteht Reibungswärme. Das Material erhitzt sich und beginnt schließlich zu glühen. Um ein Verbrennen des Drahtes zu verhindern, muss er in ein luftleeres Gefäß eingeschlossen werden.

Der Entstehungsprozess der Glühlampe

Nur drei Monate nach seiner Entdeckung erhielt Edison das Patent darauf und gilt damit bis heute als Begründer einer neuen Ära. Aus einer kleinen Fabrikationsanlage für gläserne Birnen entstand 1880 im Menlo Park in New Jersey die erste Glühlampenfabrik. Zuvor hatte Edison dort für die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit gesorgt, indem er den Park mit seinen neuen Glühbirnen, die über Drähte von Baum zu Baum gespannt waren, vollständig beleuchtet hatte. Ein Jahr später präsentierte Edison auf der Pariser Weltausstellung 1881 aus Messingblech hergestellte Gewinde, die sich nicht nur durch eine einfache Produktion sondern auch durch eine sichere Handhabung für das gemeine Volk auszeichneten. Fertig war die Glühbirne, die wir bis heute kennen.

Oder war doch alles ganz anders?

So schön die Geschichte von Edison und seiner so großartigen Erfindung zu sein scheint, zieht sie doch einige Schatten nach sich. So schreibt der Deutschlandfunk 2007 in einem Artikel:  “Obwohl der Amerikaner Edison der verbürgte Erfinder der Glühlampe ist, hält sich bis heute eine andere Geschichte.” ¹ Demnach soll es eigentlich Heinrich Göbel – ein deutscher Uhrmacher – gewesen sein, der schon 1854 die erste funktionierende Glühlampe in New York konstruierte. Das Problem: Er hatte wohl vergessen, seine Erfindung patentieren zu lassen. Was folgte, war ein Kampf um die tatsächliche Erfindung der Glühbirne zwischen Edison und Göbel, der bis heute nicht ganz ausgefochten scheint.

¹ https://www.deutschlandfunkkultur.de/wer-die-gluehbirne-wirklich-erfand.950.de.html?dram:article_id=134885

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