Besser hätte der astronomische Sommeranfang kaum liegen können: 2019 fällt der 21. Juni auf einen Freitag – und gibt damit wortwörtlich den Startschuss in ein langes Sommerwochenende. Denn, wie die meisten von uns bereits wissen, markiert die Sommersonnenwende den längsten Tag des Jahres. Warum Sonnenwende? Die Tage werden anschließend wieder kürzer, die Sonne wendet sich also von ihrer höchsten Position langsam wieder ab.. So weit, so gut. Für alle, die am Freitagabend beim gemeinsamen Grillen mit Familie und Freunden aber mit noch mehr Wissen glänzen wollen, haben wir fünf spannende Fakten zusammengestellt.

1. Die Sonnenwende findet überall gleichzeitig statt.

Trotz der weltweiten Zeitverschiebungen findet die Sonnenwende auf der ganzen Welt gleichzeitig statt. Das Ereignis wird nämlich nicht an Zeitzonen und Koordinaten gemessen, sondern markiert den Zeitpunkt, an dem der Zenit der Sonne den nördlichen Wendekreis erreicht. Nach mitteleuropäischer Sommerzeit erreicht die Sonne also um 17.54 Uhr ihren Höchststand. Einen Unterschied gibt es trotzdem: Während wir nördlich des Äquators den Sommeranfang feiern, beginnt im Süden der Winter.

2. Der längste Tag beginnt nicht mit dem frühesten Sonnenaufgang.

Obwohl die Sommersonnenwende als längster Tag des Jahres gilt, geht die Sonne ein paar Tage vor der Sonnenwende noch früher auf. Auch der späteste Sonnenuntergang des Jahres ist nicht am längsten Tag: Die Sonne geht in den Folgetagen etwa eine Minute später unter. Die Neigung der Erdachse und die elliptische Form der Erdumlaufbahn um die Sonne sorgt dafür, dass sich die Position der Sonne von Tag zu Tag verschiebt. Im Juni verlangsamt sich dadurch der Sonnenlauf, die Sonne geht vor der Sonnenwende also etwas früher auf – und danach etwas später unter.

3. Der längste Tag ist nicht überall gleich lang.

Der längste Tag des Jahres umfasst nicht überall die gleiche Zeitspanne. Warum das so ist? Je näher ein Ort am nördlichen Polarkreis liegt, desto länger sind die Tage rund um die Sommersonnenwende. So ist der längste Tag in Hamburg etwa eine Stunde länger als in Genf oder Zürich.

4. Die Sommersonnenwende fällt nicht auf die wärmste Zeit des Jahres.

Der astronomische Sommerbeginn ist nicht mit der wärmsten Zeit des Jahres gleichzusetzen. Statistisch gesehen, ist die Durchschnittstemperatur im Juli und August nämlich deutlich höher als im Juni. Das liegt einerseits am Energieüberschuss, der durch die Sonneneinstrahlung in der Atmosphäre entsteht. Andererseits wird der Prozess durch die Tatsache unterstützt, dass es eine Weile dauert, bis sich die Erdoberfläche – besonders die Ozeane – erwärmt.

5. 2020 findet die Sommersonnenwende nicht am 21. Juni statt.

Während der längste Tag des Jahres im 20. Jahrhundert in unserer Zeitzone auch mal auf den 22. Juni fallen konnte (zuletzt war das 1986 in Berlin der Fall), konnten wir die Sonnenwende seit Beginn der 2000er relativ konstant am 21. Juni feiern. 2020 wird das Phänomen erstmals wieder am 20. Juni stattfinden – ziemlich genau 17 Minuten vor Mitternacht.

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