Lichtlexikon: Die wichtigsten Grundgrößen der Lichttechnik

 

Lichtstrom, Lichtstärke, Lichtfarbe. Die Grundgrößen der Lichttechnik sind oft mit großen Fragezeichen verbunden. Wir bringen Licht ins Dunkel und klären die wichtigsten Begriffe.

Lichtstrom

Als Lichtstrom wird die Menge des Lichts verstanden, die von einer Lichtquelle abstrahlt. Die abgestrahlte Lichtleistung wird in der Einheit Lumen (lm) angegeben. Als Maß für die Effizienz einer Lichtquelle wird die so genannte Lichtausbeute herangezogen – das Verhältnis des Lichtstroms zur aufgenommenen elektrischen Leistung (lm/W). 

 

Kurzzeichen Φ Phi 

Maßeinheit lm (Lumen)

Lichtstärke

Eine Lichtquelle strahlt ihren Lichtstrom in einzelne Richtungen unterschiedlich stark aus. Die Lichtstärke umfasst den in einer bestimmten Richtung abgestrahlten Lichtstrom. Reflektoren oder andere Elemente, die das Licht lenken, beeinflussen die Intensität der Lichtstärke maßgeblich. Über eine Computersimulation kann die Lichtstärkeverteilung einer Lichtquelle näherungsweise errechnet und anhand einer Lichtstärkeverteilungskurve (LVK) dargestellt werden.

 

Kurzzeichen Ι 

Maßeinheit cd (Candela)

Beleuchtungsstärke

Unter der Beleuchtungsstärke wird die Menge des Lichtstroms verstanden, die auf eine beliebige Fläche trifft. Eine Kerzenflamme hat zum Beispiel im Abstand von einem Meter eine Beleuchtungsstärke von circa 1 Lux. Die erforderliche Beleuchtungsstärke für z.B. Arbeitsflächen ist in den einschlägigen Normen (z.B. EN 12464 „Beleuchtung von Arbeitsstätten“) festgehalten. 

 

Kurzzeichen

Maßeinheit lx (Lux)

Berechnung E(lx) = Lichtstrom (lm) / Fläche (m2)

Leuchtdichte

 

Bei der Leuchtdichte handelt es sich um die einzige lichttechnische Grundgröße, die vom menschlichen Auge wahrgenommen werden kann. Sie beschreibt das Verhältnis der ausgestrahlten Lichtstärke zur Größe der angestrahlten Fläche und hängt dabei stark vom Reflexionsgrad von z.B. Farben oder Oberflächen ab.

 

Kurzzeichen

Maßeinheit cd/m2

Lichtfarbe

Die Lichtfarbe, auch Farbtemperatur genannt, bestimmt die Farberscheinung des Lichtes. Das warmweiße Licht der HOLY TRINITY Designleuchten wirkt mit einer Farbtemperatur von 3000 Kelvin leicht rötlich, während tageslichtweißes Licht mit über 5300 Kelvin eine bläuliche Färbung aufweist. Universal- oder neutralweißes Licht liegt mit einer Farbtemperatur von 3.300 bis 5.300 Kelvin genau dazwischen. Während die Lichtfarbe bei herkömmlichen Glühlampen kein entscheidendes Kriterium darstellt, ist sie beim Kauf einer LED-Leuchte durchaus relevant. Denn je nach Modell kann die Lichtfarb nicht nur die Grundstimmung des Raumes, sondern auch den menschlichen Biorhythmus beeinflussen.

Maßeinheit K (Kelvin)

 

Farbwiedergabe

Die Farbwiedergabe beschreibt die Fähigkeit einer Lichtquelle, Oberflächenfarben im Vergleich zu einer Referenzlichtquelle so farbgetreu wie möglich wiederzugeben. Sie wird gekennzeichnet durch den Farbwiedergabeindex Ra (engl.: CRI für Colour Rendering Index). Ein CRI von 100 steht dabei für die beste Farbwiedergabe; an Arbeitsplätzen wird ein CRI von mindestens 80 (gute Farbwiedergabe) empfohlen.

Gütemerkmale des Lichts

Um ‘gutes Licht’ zu garantieren, müssen in der Außen- und Innenbeleuchtung verschiedene Gütemerkmale berücksichtigt werden. In Summe sorgen die einzelnen Komponenten der Beleuchtungsgüte für eine optimale Beleuchtungsqualität. Neben den klassischen Kriterien wie das Beleuchtungsniveau oder die Helligkeitsverteilung umfassen die lichttechnischen Gütemerkmale mittlerweile auch Komponenten wie die Energieeffizienz oder die Möglichkeit, Licht als raumgestaltendes Element einzusetzen. 

Einen Überblick über alle relevanten Gütemerkmale liefern wir Ihnen in einem unserer kommenden Beiträge. Abonnieren Sie unseren Newsletter, um nichts zu verpassen.

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