6 Plattformen für ein nachhaltigeres Leben

 

Klimakrise, Müllbelastung, Umweltverschmutzung. Das sind Themen, mit denen wir täglich konfrontiert werden. Wir sind uns also mehr als bewusst über den Zustand unserer Erde. Und genau da liegt das Problem: Sich über etwas bewusst zu sein, heißt nicht gleich, dementsprechend zu handeln. Doch unfair, wie die Welt ist, leiden unter den Folgen dann nicht wir als Verursacher, sondern die nachfolgenden Generationen und Menschen aus den weniger privilegierten Teilen der Welt. Wir zeigen sechs Plattformen, die durch kleine Veränderungen für mehr Nachhaltigkeit im Alltag sorgen.

1 Nachhaltig Suchen mit Ecosia

 

Der CO2-Fußabdruck einer durchschnittlichen Suchanfrage wird auf 0.2 Gramm geschätzt. Anders bei Ecosia: Das 2009 gegründete Social Business verwendet die Einnahmen aller Suchanfragen, um dort Bäume zu pflanzen, wo sie dringend benötigt werden. Damit konnten nach eigenen Angaben des Unternehmens weltweit über 86 Millionen Bäume gepflanzt und eine eigene Solaranlage gebaut werden, um den Server mit sauberer Energie betreiben zu können. Im Gegensatz zu anderen Suchmaschinen wirbt Ecosia außerdem damit, Werbeanzeigen deutlich zu kennzeichnen und personenbezogene Daten nicht an Dritte zu verkaufen.

2 Grüner Reisen mit B’n’tree

 

Studien zufolge ist der Tourismus für acht Prozent aller CO2-Emissionen verantwortlich. Wer die Welt sehen will, nimmt also automatisch in Kauf, ihr zu schaden. Oder? Genau da setzt das Konzept von B’n’Tree an: B’n’Tree-Gründer Chris Kaiser will mit der Onlineplattform einen umweltschonenden Urlaub ermöglichen. Angelehnt an das englische Kürzel für Bed & Breakfast wird bei jeder Hotelbuchung – statt Frühstück zu servieren – mindestens ein Baum gepflanzt. Das Prinzip der Plattform ist dabei einfach und unkompliziert. Auf der Website werden alle Partner gelistet, mit denen die B’n’Tree kooperiert. Dazu gehören verschiedene Hotelketten und Flugsuchmaschinen. Wer über einen geschalteten Link auf einer der Partnerseiten eine Reise bucht, sendet automatisch eine „Bestellung“ an B’n’Tree – und pflanzt einen Baum. Damit hilft das Unternehmen nicht nur beim Ausgleich der Emissionen, die durch das Reisen verursacht werden, sondern schafft Arbeit für lokale Kommunen und Lebensraum für bedrohte Tierarten.

 

Wer die Welt sehen will, nimmt also automatisch in Kauf, ihr zu schaden. Oder? ❝

3 Bewusster Fliegen mit Mindfulflights

 

Gerade in der Urlaubszeit treiben Flüge den persönlichen CO2-Fußabdruck in die Höhe. Das Wiener Start-Up ReGreen bietet mit der Plattform Mindfulflights eine Möglichkeit, um die Höhe der Emissionen zu berechnen und an einem anderen Ort auszugleichen. Dadurch wird der eigene Flug klimaneutral. Über Mindfulflights können aber nicht nur Flüge, sondern auch die Emissionen, die über ein ganzes Jahr hinweg bei einer Person entstehen, kompensiert werden. Der Beitrag ermöglicht dabei gleich drei United Nations (UN) zertifizierte Klimaschutzprojekte auf einmal: Forest Protection, Renewable Energy und Clean Drinking Water. Damit vereinen die Gründer von ReGreen ihre Mission, die Klimakrise durch ein bewusstes Handeln zu stoppen und den Wunsch, die Weltbevölkerung mehr miteinander zu verbinden.

4 Bäume pflanzen mit I Plant A Tree

 

Das Konzept von I Plant A Tree ist einfach und direkt: Unter­nehmen, Schulen, NGOs oder Privat­per­sonen spenden über die Onlineplattform eine bestimmte Summe und ermög­li­chen so, dass dafür in der Region ein Baum gepflanzt wird. Der Fokus liegt dabei auf einer nach­hal­tigen Forst­wirt­schaft mit natur­nahen Misch­wäl­dern, die in ganz Deutsch­land entstehen sollen. Damit fördert das Unternehmen aus Halle/Sachsen-Anhalt nicht nur den Erhalt der Wälder, sondern trägt maßgeblich zum Klimaschutz bei: 2018 konnten mit 30.000 gepflanzten Bäumen knapp 22.000 Tonnen CO2 gebunden werden.

Wir wollen es allen Menschen ermöglichen, ganz einfach Teil der Lösung zu sein und mit ihrem täglichen Konsum Gutes zu tun. ❝

— SIRPLUS

5 Lebensmittel retten mit SIRPLUS

 

Jedes Jahr werden allein in Deutschland 18 Millionen Tonnen an Lebensmitteln weggeworfen – das entspricht in etwa einer LKW-Ladung in der Minute. Das Start-Up SIRPLUS setzt sich aktiv gegen die Lebensmittelverschwendung in Deutschland ein, indem überschüssige Lebensmittel der Produzenten, Herstellerinnen und Großhändlern “gerettet” und zurück in den Kreislauf gebracht werden. Seit 2017 hat SIRPLUS nach eigenen Angaben über 2.500 Tonnen Lebensmittel, die kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums stehen, über die unternehmenseigenen “Rettermärkte” und den Onlineshop verkauft.

6 Zeitgemäße Finanzlösungen mit Tomorrow

Wir essen Bio-Gemüse, verwenden grünen Strom, kaufen E-Autos. Aber wie nachhaltig ist eigentlich unser Geld? Das Projekt Tomorrow  wurde gestartet, um den Finanzmarkt zu verändern und so einen Beitrag für eine bessere und nachhaltigere Zukunft zu leisten. Seit Anfang 2019 bietet Tomorrow ein zeitgemäßes Konto für alle, die ein Smartphone in der Hand und einen gesunden moralischen Kompass in ihrem Inneren tragen. Denn im Vergleich zu anderen Banken fließt bei Tomorrow kein Geld in die Rüstungsindustrie, in Kohlekraftwerke oder die Entwicklung der Gentechnik. In Zukunft soll sich daraus eine umfassende digitale Plattform rund um nachhaltige Finanzlösungen für Versicherungen, Crowdfunding und Sparpläne entwickeln.

BANKING DARF NICHT DIE WELT KOSTEN. ❝

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