Der Tanz in den Mai

April, April, der weiß oft nicht, was er will. Umso höher ist daher die Freude, den launischen Zügen des Aprils, die sich uns häufig in Form von ständigen Wetterumschwüngen und Dauerregen offenbaren, Adiéu zu sagen. Das Vergnügen darüber scheint hierzulande sogar so groß, dass die Deutschen den ersten Tag des Monats als bundesweiten Feiertag deklarieren und ihm gar einen eigenen Baum widmen, um den herum in vielen Teilen des Landes ein Fest veranstaltet wird.

Wir haben uns also die Frage gestellt, woher der Begriff Wonnemonat eigentlich kommt und ob der Mai den Trubel, der um ihn veranstaltet wird, überhaupt wert ist.

Wurzeln im Altdeutschen

Bevor wir uns aber der Frage nach dem Sinn des ganzen Spektakels widmen, unternehmen wir einen Ausflug in das Deutschland des 10. Jahrhunderts – dort sollen nämlich die Wurzeln des Wonnemonats liegen. Überlieferungen zufolge geht der Begriff auf die altdeutsche Sprache in der Zeit des 8. bis 11. Jahrhunderts zurück. Damals sprach man aber noch vom winnimanod, mit dem eigentlich der Weidemonat gemeint ist. Eine Erinnerung an die Bauern, dass es höchste Eisenbahn ist, das Vieh wieder auf die Weide zu treiben. Der Wonnemond ist – laut Duden – bereits eine frühneuhochdeutsche – sozusagen überarbeitete – Version des Wortes winnimanod.

Endlich Frühling 

Irgendwann wurde dann aus winni ein wunni, was nach dem Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Bernd Balzer von der Freien Universität Berlin soviel wie Genuss und Freude bedeutet¹. Damit wären wir also auch schon bei der im Monatsnamen ausgedrückten Freude über den Mai. Der Mai als Freudenmonat also, der endgültig dafür sorgt, dass sich die Kälte verzieht und die frühlingshafte Leichtigkeit wieder bei uns einzieht. Ach ja. Herrlich, dieser Mai.

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