Im Januar haben wir uns fest vorgenommen, mehr zu lesen. Zwölf Bücher sollten es bis zum Ende des Jahres werden, eines pro Monat. Mittlerweile steht der August vor der Tür und was sollen wir sagen. Funktioniert hat unser Vorsatz nicht. Gerade einmal zwei Bücher haben es vom Nachtisch zurück ins Bücherregal geschafft. Ganze neun Bücher liegen noch genauso unangetastet dort, wie sie es schon zu Beginn des Jahres taten, als wir unsere Favoriten für das Jahr wählten. Das Zehnte liegt geöffnet neben dem Bett. Die Geschichte der Bienen von Maja Lunde – ein 500 Seiten schwerer Roman über die Geschichte von drei vollkommen verschiedenen Familien, die auf eine besondere Weise miteinander verbunden sind. Aufgeschlagen ist es auf Seite 448. 

Die Euphorie des Sommers 

448 Seiten, die alleine in den vergangenen vier Wochen gelesen wurden. Meist auf dem Balkon oder im Garten, immer mit einem Glas eiskalter Limonade in der Hand. Vielleicht auch das ein oder andere Mal vor einem Café, als sich die Verabredung verspätete. Bei jeder Gelegenheit wurde das Buch aus den Tiefen der Tasche gekramt. Ein kleines Ritual, das in den vergangenen 28 Tagen eines der Liebsten geworden ist. Schon jetzt haben wir das Gefühl, die Lebensqualität habe sich enorm gesteigert. Wir sind ein wenig produktiver, euphorischer, tatenlustiger geworden. Woran das liegt? Viele Worte der Autorin blieben in unseren Köpfen hängen, machten Lust darauf, überdacht und hinterfragt zu werden, sorgten für Erstaunen und stießen teilweise auf Unverständnis. Egal auf welche Art, wenn uns ein Buch wirklich fesselt, wirklich berührt, verändert es auch unseren Alltag. Es schärft unsere Sinne und lässt uns Dinge intensiver wahrnehmen, als wir es bisher vielleicht konnten. Es öffnet eine neue Welt für uns, die wir mit unserer Vorstellungskraft selbst gestalten dürfen. Eine Welt, die uns antreibt, immer weiter zu lernen, zu denken, zu fühlen. Vielleicht stimmt es ja, dass man nur ein wirklich gutes Buch entdecken muss, um daraufhin zehn weitere zu lesen. Und vielleicht schaffen wir es damit am Ende doch noch, unser Vorhaben in die Tat umzusetzen.

Fünf großartige Bücher für 2019

Und damit wir gleich damit anfangen können, gibt es hier fünf großartige Bücher, die nicht nur unseren Sommer verschönern:

 

//1 Ingrid Noll – Goldschatz

//2 Ferdinand von Schirach – Kaffee und Zigaretten

//3 Mariana Leky – Was man von hier aus sehen kann

//4 Juli Zeh – Leere Herzen

//5 Benedict Wells – Vom Ende der Einsamkeit

 

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