Ein großer Glaskasten im Herzen der Stadt

Bei einem Blick aus dem Bürofenster fällt der Blick direkt auf einen großen Glasbau, der mitten im Herzen von Dresden in die Höhe ragt. Darunter befindet sich eine Rekonstruktion der Busmannkapelle – ein kleiner Teil der alten Sophienkirche, der bis zu ihrer Zerstörung im Jahr 1945 eine bedeutende Rolle in der Dresdner Stadtgeschichte inne wohnte. Noch heute soll deshalb an das historische Gebäude erinnert werden.

Historisches Bauwerk aus dem 13. Jahrhundert

Das ursprüngliche Gebäude der Sophienkirche wurde schon im Jahr 1250 erbaut und diente zu dieser Zeit als ein Franziskanerkloster. Mit der Reformation Anfang des 16. Jahrhunderts kam das Ende der Franziskaner und damit die vorläufige Schließung des Klosters. In den folgenden Jahren blieb die Kirche unbenutzt und wurde erst auf Betreiben der sächsischen Kurfürstin Sophie zu Beginn des 17. Jahrhunderts revitalisiert. Die Kurfürstin bleibt bis heute Namensgeberin der Sophienkirche, mit dem die Kirche ab 1603 getauft wurde.

Sinnbild der Wiedergeburt

Die Sophienkirche erlebte eine Wiedergeburt und erhielt ein neues, bedeutendes Sinnbild. 1603 wurde die Kirche mit einem Marmorgrab für des Hauses Wettin ausgestattet, 1720 mit einer Silberorgel und im Laufe der folgenden Jahre zogen bedeutende Kunstwerke in das historische Gebäude ein. Aus dem einstigen Kloster entstand eine Hofkirche für die gehobene Gesellschaft, die bis heute zu den wichtigsten Kirchen der Stadt zählt.

Zerstörung im zweiten Weltkrieg

Die glorreiche Zeit fand 1945 ein Ende. Die Sophienkirche wurde zusammen mit vielen anderen historischen Stätten in der Dresdner Innenstadt durch den Brandbombenanschlag zum Ende des zweiten Weltkriegs zerstört. Nach Kriegsende folgte eine lange Debatte darüber, ob die Kirche unter Denkmalschutz bleiben, wieder aufgebaut oder abgerissen werden sollte. Erst 17 Jahre später entschied sich die Stadt Dresden, die Kirche abzureißen, um Platz für neue Gebäude zu schaffen.

Die Sophienkirche wurde jedoch nie vergessen und 1995 wurde beschlossen, ein besonderes Denkmal für das wichtige Stück der Dresdner Geschichte zu entwerfen. In einer Glashülle eingeschlossen, entstand daraufhin eine Reproduktion der Busmannkapelle, die ab 1400 zu der Kirche gehörte.

Denkmal für die Stadtgeschichte

Das Denkmal steht nun genau an dem Ort, an dem sich die Sophienkirche damals in voller Pracht erstreckte und erinnert damit an ein bedeutendes Wahrzeichen der Dresdner Geschichte, das verloren, aber nicht vergessen wurde.

Weitere Impulse zu Geschichte

No Results Found

The page you requested could not be found. Try refining your search, or use the navigation above to locate the post.

Newsletteranmeldung

Pin It on Pinterest

Share This

Pin It on Pinterest