Licht ist wichtig. Das steht außer Frage. Licht bedeutet Wohlbefinden, Lebensfreude, innere und äußere Wärme. Trotzdem verschwindet die wahre Bedeutung von Licht oft in der Hektik des Alltags.

Auch das bewusste Genießen gerät durch lange Arbeitstage meist in den Hintergrund. Dabei ist es besonders in Tätigkeiten, die volle Konzentration und einen klaren Kopf erfordern, umso essentieller, immer mal wieder die Bremse zu treten und sich ein paar Stunden für sich zu nehmen. Und wie könnte man die Qualität des Lebens besser zelebrieren als bei einem guten Glas Wein und einem kleinen Gaumenschmaus im Lieblingsrestaurant?

Essen als Ausdruck des Genusses

Auch wenn die heimische Gemütlichkeit noch so verlockend erscheint, lohnt es, sich ein wenig in Schale zu werfen und den Gang vor die Tür zu wagen. Spätestens wenn man im Restaurant an den Tisch gebracht wurde und zur Begrüßung ein Amuse-Gueule als Aufmerksamkeit des Hauses überreicht bekommt, beginnt man die entspannte Atmosphäre zu schätzen – ohne angebrannte Sauce oder zu bissfestes Gemüse. Damit man den Abend in vollen Zügen genießen kann, ist es wichtig, den richtigen Ort zu wählen.

Ein gutes Restaurant finden

Kaum etwas ist schlimmer, als ein Restaurant in einer ungemütlichen Umgebung, mit schlechtem Service oder mangelhaftem Essen. Deswegen empfiehlt es sich, sich im Vorfeld ein wenig umzuhören, ob der neue Italiener nebenan wirklich mit der Stammpizzeria mithalten kann oder ob das Sternerestaurant zwei Straßen weiter tatsächlich so gut ist, wie man irgendwo aufgeschnappt hat. Wer sich ab und an von Bekannten inspirieren lässt oder sich ein paar Restauranttipps aus Magazinen oder über Blogs sucht, wird in den seltensten Fällen enttäuscht. Dabei sollte jedoch nicht nur die Speisekarte entscheidend für den Besuch sein, sondern auch ein Blick auf das Ambiente riskiert werden. Wirkt die Einrichtung ansprechend? Lädt eine angenehme Beleuchtung zum Wohlfühlen und Verweilen ein? Die Dänen zum Beispiel suchen manchmal stundenlang nach dem perfekten Ort für die Einnahme des abendlichen Mahls, denn die richtige Beleuchtung ist in Dänemark ein – wenn nicht sogar der entscheidende Faktor für das allgemeine Wohlbefinden der Bevölkerung. Wie uns der Beitrag über das Gefühl von Hygge (hier lesen) gelehrt hat, sollten wir es den Dänen ab und an gleichtun und ebenfalls nach Restaurants mit einer einladenden Atmosphäre und einem angenehmen Beleuchtungskonzept (vielleicht ja mit einer KALA über dem Bartresen?) Ausschau halten.

Lila Soße (Neustadt)

Die Lila Soße liegt in der Kunsthofpassage und hat sich damit den besten Platz im Herzen der hippen Dresdner Neustadt gesichert. Das kleine Restaurant bietet junge deutsche Küche in gemütlicher Atmosphäre. Gedimmte Lichter, dunkle Holzmöbel und eine große Fensterfront machen das Restaurant zu unserem heimlichen Favoriten. Unbedingt probieren: Die hausgemachten Käsespätzle mit Röstzwiebeln (und Speck) werden in einem Weckglas serviert.

© Lila Soße

Estancia Beef Club (Radeberger Vorstadt)

Der Estancia Beef Club bietet nicht nur bestes Rindfleisch aus allen Teilen der Welt, sondern überzeugt uns auch mit der geschmackvollen Inneneinrichtung im Industriestil. Die Verbindung aus hochwertigem Leder, stimmungsvoller Beleuchtung, gutem Wein und noch besserem Essen wirkt unheimlich stilvoll und modern. Bei einem Besuch unbedingt genügend Zeit mitbringen und sich ausgiebig die Qualitätsunterschiede verschiedener Rinderarten erklären lassen – am Stück versteht sich.

© Estancia Beef Club

Cantina (Blasewitz)

Die kleine spanische Tapasbar im Stadtteil Blasewitz gibt es zwar noch nicht allzu lang, steht aber schon ganz weit oben auf unserer Favoritenliste. Die traumhafte Lage zwischen Dresdens Altbauvillen, die stimmige Einrichtung und die herzlichen Gastgeber sorgen dafür, dass man am liebsten gleich am nächsten Tag wiederkommen möchte – ganz zu schweigen von den wohl leckersten Tapas der Stadt. Unser Highlight: Frisches Brot mit Aioli, eingelegter Feta mit Oliven und dazu ein paar Gambas in Knoblauchöl. Die dazugehörige Weinbar verbirgt übrigens ein paar weitere kostbare Schätze.

© Cantina

Besonderes Essen probieren

Der Mensch ist bekanntlicherweise ein Gewohnheitstier. Nichtsdestotrotz sollten wir für ein ganz besonderes Geschmackserlebnis manchmal unsere alten Gepflogenheiten über Bord werfen und ein wenig Probierfreudigkeit beweisen. In den meisten Fällen lohnt es sich, etwas Neues zu testen und Inspirationen für die heimische Küche zu sammeln, mit denen man dann in gewohnter Umgebung neue Rezepte austüfteln kann. Und sollte sich die Experimentierfreudigkeit doch einmal als Schuss in den Ofen erweisen, können wir immerhin daraus lernen.

Das Beste kommt zum Schluss

Nach dem Essen folgt der krönende Abschluss, der den Abend abrundet und damit erst so richtig vollendet– der Nachtisch, besser bekannt als der heilige Gral oder das Tüpfelchen auf dem i. Auch dabei gilt, mutig sein und auf das besondere Gespür der Köche vor Ort vertrauen. Die nehmen sich nämlich meist stundenlang Zeit, um neue Variationen für ihre Gäste zu kreieren.

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